Kleine Rennsport-ABC

 

A-Bahnen

Auf A-Bahnen werden Pferderennen mit einem bestimmen „Mindest-Rennpreis“ abgehalten, alle Bahnen, wo Pferderennen unter diesem „Mindest-Rennpreis“ abgehalten werden, sind B-Bahnen. Die Pferderennbahn auf den Passendorfer Wiesen ist eine A-Bahn für Galopprennen in Deutschland.

 

 

Abstand

Mit Abstand wird die Entfernung der Pferde zueinander im Ziel bezeichnet. Eine Pferdelänge entspricht etwa 2,40 m, folgende Abstandsmeldungen sind auf den Rennbahnen geläufig:

 

N = Nase; kK = kurzer Kopf; K = Kopf; H = Hals 1/4, 1/2, 3/4 Länge, 1 Länge usw.

 

 

Altersgewichtsrennen

Sind Zucht- oder Aufgewichtsrennen, in dem die Pferde nach Alter und bisherigen Leistungen ein bestimmtes Gewicht tragen.

 

 



Amateurrennen

Die Reiter müssen Amateure sein, also den Galopprennsport nicht „gewerbsmäßig“ ausüben.

 

 

Aufgalopp

Beim Aufgalopp werden die Pferde vor dem Start im Galopp vorgestellt und gleichzeitig dient der Aufgalopp zur „Lockerung der Pferdemuskulatur“ und somit zur Vorbereitung auf das bevorstehende Pferderennen.

 

 

Ausgleichsrennen

Sind alle Galopprennen, bei dem die Pferde aufgrund bisher gezeigter Leistungen vom Ausgleicher ein bestimmtes Gewicht erhalten. Der Sinn – theoretisch sollen alle Pferde gleiche Siegchancen haben. Die Unterteilung der Ausgleichsrennen erfolgt in Flachen in Ausgleich I-IV (I = für sehr gute Pferde, II = für gute Pferde, III = für durchschnittliche Pferde, IV = für Pferde geringere Klasse).

 

 

Boden/Bodenverhältnisse

Die Beschaffenheit des Geläufs wird am Renntag mithilfe eines Bodenmessgerätes gemessen und in Zustandsklassen eingeteilt. Das Messgerät wird an verschiedenen Stellen des Rennkurses angesetzt, die durchschnittliche Eindringtiefe ergibt den aktuellen Bodenwert:

 

0,0 - 1,4 cm = hart

1,5 - 2,9 cm = fest

3,0 - 4,4 cm = gut

4,5 - 5,9 cm = weich

6,0 - 7,4 cm = schwer

ab 7,5 cm = tief

 

 

Boxenstart

Die Rennpferde des Pferderennens stehen nebeneinander in geschlossenen Boxen, deren Klappen sich beim Start nach vorn öffnen. Die Startboxnummer wird ausgelost, Ausnahme: Außenbox kann vom Trainer beantragt werden.

 

 

Derby

Das Derby wird auch gern als „das Rennen der Rennen" bezeichnet, an dem ein Pferd nur einmal in seinem Leben als Dreijähriger teilnehmen darf. Die besten dreijährigen Pferde eines Landes treffen zum Leistungsvergleich aufeinander. In Deutschland wird das Derby seit 1869 in Hamburg-Horn gelaufen, die Distanz beträgt 2.400 m.

 

 

Direktorium für Vollblutzucht und Rennen

Dies ist die oberste Verwaltungsstelle für die Zucht von Vollblutpferden und für den Galopprennrennsport in Deutschland.

 

 

Disqualifikation

Die Rennleitung kann Teilnehmer eines Pferderennens disqualifizieren, wenn eine gravierende Behinderung erfolgt ist oder ein Jockey mit weniger als dem vorgeschriebenen Gewicht aus dem Rennen zurückkehrt.

 

 

Distanz

Die Distanz ist die Entfernung vom Start bis zum Ziel, die die Teilnehmer eines Pferderennens zurücklegen müssen, die Distanz ist immer im Programmheft angegeben.

 

 

Einlauf

Der Einlauf ist die Zielgerade, wo die letzte entscheidende Phase des Pferderennens stattfindet. Ferner wird die Reihenfolge, wie die Pferde die Ziellinie durchqueren als Einlauf bezeichnet.

 

 

Englisches Vollblut

Das Englische Vollblut ist eine speziell für den Pferderennsport gezüchtete Pferderasse, die Pferderennen auf den Passendorfer Wiesen werden durch „Englische Vollblüter“ bestritten.

 

 

Erlaubnis

Erlaubnis ist eine Vergünstigung, weniger als das vorgeschriebene Gewicht zu tragen. Vor allem die Auszubildenden bekommen gegenüber den erfahreneren Kollegen "Erlaubnis", wenn sie noch keine 50 Siege errungen haben. Gewichtserlaubnisse staffeln sich von 1 kg bis zu 5 kg - je nach der Anzahl der errungenen Siege.

 

 

Flachrennen

Flachrennen werden in Deutschland von 1000 m (Fliegerrennen) bis 4000 m (Steherrennen) gelaufen. Bei den Pferde heißen die „Spezialisten“

 

  • Flieger = kurze Distanz: 1.000 – 1.400 m (vergleichbar mit Sprinter beim Menschen),
  • Meiler = mittlere Distanz: 1.400 – 1.900 m (vergleichbar mit Mittelstreckler bei Menschen)
  • Steher = lange Distanz: ab 1.900 m (vergleichbar mit Langläufern bei Menschen)

 

 

Form

Die "Formen" eines Pferdes sind die Leistungen aus vorhergehenden Rennen. Formangaben finden Sie im Programmheft und sind wichtig beim Wetten.

 

 



Führring

Im Führring werden die Pferde vor dem Start dem Publikum im Schritt vorgestellt, auf den Passendorfer Wiesen befindet sich der Führring am Eingangsbereich gegenüber der Tribüne.

 

 

Generalausgleich (abgekürzt GAG):

Der Generalsusgleich wird am Ende jeden Rennjahres ausgerechnet und enthält das theoretisch von jedem Rennpferd zu tragende Gewicht, damit alle Pferde - theoretisch - im toten Rennen ankämen. Der GAG ist die Grundlage aller Gewichtsberechnungen in Ausgleichsrennen.



 

 

Geläuf

Geläuf ist der Boden einer Rennbahn. Für Galopper besteht das Geläuf aus Rasen oder Sand. Auf den Passendorfer Wiesen werden die Pferderennen auf Rasen gelaufen.

 

 

Gewicht

Das von dem Rennpferd zu tragende Gewicht setzt sich zusammen aus dem Jockey, der Kleidung, dem Sattelzeug und eventuell zusätzlichem Bleigewicht.
 Das im Rennen zu tragende Gewicht ist im Programmheft angegeben.

 

 

Gewichtserlaubnis

steht in Klammern im Programm hinter dem Namen des Reiters (ist aber schon abgezogen). Sie ist gleichbedeutend mit den von einem Pferd weniger zu tragenden Kilos, da der Reiter noch keine 50 Siege errungen hat. Gewichtserlaubnisse staffeln sich von 5 kg bis 1kg, je nach Anzahl der Siege.
 Die Gewichtserlaubnis ist im Programmheft angegeben.

 

 

Jockey

Jockey wird man nach einer 3jährigen Ausbildung als Pferdewirt und nach 50 Siegen im Rennsattel.

 

 



Klassische Rennen

Startberechtigt bei „Klassischen Rennen“ sind nur Dreijährige Pferde. Eines der fünf Rennen - Mehl-Mülhens-Rennen, Derby, St. Leger, Henkel-Rennen (nur für Stuten), Preis der Diana (nur für Stuten) - bei dem alle Hengste das gleiche Gewicht tragen, Stuten tragen 2 kg weniger.

 

 

Quote

Das ist der Geldbetrag, der an den siegreichen Wetter für je 10,- EURO Einsatz ausgezahlt wird.

 

 



Rennfarbe

Jeder Besitzer eines Rennpferdes hat eine eigene eingetragene Rennfarbe, die nur ihm zusteht und geschützt ist. Die Rennfarbe ist im Programmheft angegeben oder farblich dargestellt.

 

 

Rennleitung

Die Rennleitung besteht aus mind. 3 Personen, die jedes Rennen auf Korrektheit genauestens überprüft. Dabei kann die Rennleitung bei Verstößen Sanktionen bzw. Strafen sowie Disqualifikationen aussprechen. Die Mitglieder der Rennleitung finden Sie im Programmheft.

 

 

Rennordnung

Die Rennordnung ist das verbindliche Regelwerk - herausgegeben vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen – für den Rennbetrieb in Deutschland.

 

 

Rennverein

Der Rennverein ist Veranstalter der Pferderennen. Rennvereine sind gemeinnützige eingetragene Vereine. Auf den Passendorfer Wiesen ist der RENNCLUB HALLE (SAALE) e.V. der zuständige Rennverein.

 

 

Scheuklappen

Scheuklappen werden dem Pferd als Konzentrationshilfe aufgesetzt.

 Scheuklappen sind oft in den Farben der Rennfarben angefertigt.

 

 

Totalisator

Hier laufen die eingesetzten Wettgelder ein und es werden die Wetten ausgewertet sowie die Quoten errechnet.

 

 

Totes Rennen

Bei dem „Toten Rennen“ handelt es sich um den Einlauf von zwei oder mehreren Pferden als Sieger bzw. Platzierte, ohne dass zwischen ihnen ein Abstand (auch durch das Zielfoto nicht!) festzustellen ist. Die Pferde teilen sich entsprechend den Sieg bzw. die Platzierung.

 

 

Trainer

Trainer bereitet die Rennpferde auf die Pferderennen vor. Mann unterscheidet hierbei in die Profitrainer und die Besitzertrainer.

 

 

Turf

(engl.) u.a. Bezeichnung für den Pferderennsport.

 

 

Verkaufsrennen

Galopprennen, in denen jedes startende Pferd käuflich ist, das zu tragende Gewicht wird hier in der Regel durch den geforderten Verkaufspreis bestimmt.


 

 

Vorwette (Außenwette)

Die Wetten, die auf ein Pferd schon früh vor dem Rennen außerhalb der Bahn auf Sieg eingezahlt wurden.



 

 

Zielfoto

Das Zielfoto dient dem Zielrichter zur genauen Bestimmung der Reihenfolge der Pferde.

 

 

Zuchtrennen

In diesen Rennen tragen alle Hengste das gleiche Gewicht, alle Stuten tragen 2 kg weniger.